21. November 2016

Bilder für's Web: Optimierung, Creative Commons, Copyright & Meta-Tags

Beim Veröffentlichen von Bildern und Fotos auf der Website oder den eigenen Blog müssen einige technische Eigenschaften wie Größe, Komprimierung und Farbraum beachtet werden. Sollen die Bilder geteilt werden, können Nutzungsrechte mit Creative Commons Lizenzen vergeben werden. Metadaten sind zwar kein Muss, bieten aber eine gute Möglichkeit, um Informationen über Urheber*in, Herkunft und Nutzungsrechte in die Bilder einzubetten. Auf der Webseite ist besonders der Alt-Tag zweckmäßig.

Es gibt viele Möglichkeiten der Umsetzung und viele Programme für die Veröffentlichung von Fotos auf der eigenen Seite.

Hier ist mein Workflow mit der Open-Source-Software Gimp und ExifTool. Für Gimp existiert das sehr nützliches Plugin „Save for Web“. Die Programme laufen auf Linux, Windows und Mac.

Farbprofil Umwandlung mit Gimp mit einem Foto der Oberbaumbrücke
Mit dem Bildbearbeitungsprogramm Gimp lässt sich ein Foto für eine Webseite fit machen. Hier die Umwandlung von Adobe RGB in das sRGB Farbprofil mit einem Foto von der Oberbaumrücke in Berlin.

1. Größe, Format, Skalierung, Komprimierung, Farbprofil

Bearbeitung mit Gimp

Die Aufnahmen sollten in der besten Qualität gemacht werden, das gibt Spielraum für die Bearbeitung. Lässt sich der Farbraum in der Kamera z.B. auf Adobe einstellen, dann sollte der Farbraum bei der Bearbeitung so gelassen werden. Die Konvertierung in den passenden Farbraum ist immer der letzte Schritt.

Können die Fotos nur im jpg-Format aufgenommen werden, ist es praktisch, sie vor der Bearbeitung in das verlustfreie tif-Format zu konvertieren.

 

Format: Nachdem das Bild fertig bearbeitet ist, kann es geschnitten werden. Gängige Formate sind 16:9 (länglich, wie oben), 3:2 („Foto-feeling“), oder Quadrat. Üblich sind auch 2:1 oder 4:3. Es braucht natürlich keine gängigen Formate. Es ist nur angenehm für das Auge, wenn einige Seitenverhältnisse festgelegt sind, die sich dann auf der Webseite wiederholen.

 

Größe: Die Größe eines Bildes kommt in zwei Einheiten: einmal die Größe in Pixel, und einmal das „Gewicht“, die Größe in Kilobyte (kB).

 

Skalierung - die Größe in Pixel: Die Größe in Pixeln bemisst sich an der größten Anzeige. Diese Website hat z.B. eine Maximalbreite von 2000px. Soll sich das Bild über die gesamte Breite ziehen, muss es 2000px breit sein, wie z.B. der Banner oben. Die Blogtexte dagegen nehmen bei der Maximalbreite 60% vom „Content“ ein, der „Content“ wiederum 5/6 der Seitenbreite (1/6 ist die Sidebar). 2000px x 0,6 x 5:6 sind 1000px Bildbreite; und 500px, wenn das Bild nur die Hälfte des Platzes einnimmt. Ist auf einem Bild Schrift, sollte auf Lesbarkeit geachtet werden. Die Originaldatei kann auch größer gelassen werden, und dann das Bild mit der Originaldatei verlinkt werden. Die Datei sollte auch größer gelassen werden, wenn das Foto in einer Colorbox gezeigt werden soll. In Gimp unter Bild → Bild skalieren die gewünschte Seitenbreite eingeben. Die Auflösung px/in darunter sind unwichtig, das ist nur für den Ausdruck. Die Interpolation ist kubisch.

 

Farbraum: Danach wird das Bild in den richtigen Farbraum umgewandelt. Für das Web ist das ein srgb Farbprofil. Es gibt verschiedene srgb Farbprofile. Ich habe gute Erfahrungen mit dem ICC-Profil srgb black scaled gemacht. Normalerweise sollten die Farbprofile bereits vorhanden sein. Sie können auch auf der Seite des International Color Consortium heruntergeladen werden. Unter Linux Mint, Ubuntu & Co. kann das Farbprofil mit dem Befehl

sudo apt-get install icc-profiles

installiert werden und befindet sich dann im Ordner /usr/share/color/icc.

In Gimp kann das Farbprofil unter Bild → Modus → zu Farbprofil umwandeln im Dropdown-Menü ausgewählt werden. Das Rendering ist kolorimetrisch (relativ) mit Schwarzpunkt-Kompensation.

Save for Web

Gimp Plugin Save for Web mit einem Foto von der Oberbaumbrücke
Die Bildgröße kann oft weiter komprimiert werden. Mit einer 100% oder 200%-Ansicht lässt sich die Komprimierung überprüfen. Bei "Strip Exif" muß der Haken noch gesetzt werden. 

Ein sehr nützliches Gimp-Plugin ist „Save for Web“. Das kann auf der Plugin-Seite heruntergeladen werden, oder unter Linux Mint, Ubuntu & Co mit

sudo apt-get install gimp-plugin-registry

installiert werden (es werden noch einige Filter mit installiert).

Das Plugin lässt sich dann unter Datei → Save for Web aufrufen. Für Fotos ist das Format JPEG richtig.

 

Komprimierung - die Größe in kB: Über einen Regler die lässt sich die Komprimierungsqualität einstellen. Zeitgleich wird die Dateigröße berechnet und das Bild angezeigt. Die Komprimierungsqualität steht voreingestellt auf 85%, die lässt sich aber oft noch weiter herunter schieben, ohne dass das Bild zu sehr leidet.

Die Dateigröße sollte nicht zu groß sein. Ideal ist es, für unterschiedliche Endgeräte wie Desktops und Smartphones unterschiedlich große Bilder zu versenden. Die Größe ist auch davon abhängig, ob die Bilder selbst gehostet werden oder über CDN ausgeliefert werden, ob ein eigener Server bereitsteht oder die Website / der Blog auf einem Shared Host / Webhosting Paket läuft.

Diese Site läuft auf einem Webhosting Paket ohne CDN. Daher bleibe bei den Bildern unter einer Dateigröße von 200 kB. Ich versuche, die meisten Fotos um die 50 kB zu komprimieren, wichtige Fotos dürfen um die 150 kB groß sein. Mit dem Regler kann einfach etwas herumprobiert werden, bis ein Kompromiss zwischen gewünschter Dateigröße und Bildqualität erreicht ist.

 

Strip Exif: bei „Strip Exif“ wird dann noch ein Haken gesetzt. Die Exifdaten werden später selbst editiert. Save for Web löscht dabei die Metadaten der Kamera wie z.B. Aufnahmezeit und Linsengröße. Das ist sowieso meist unnötiger Ballast. Informationen über Farbraum und Farbtiefe bleiben dagegen erhalten.

 

Dateiname: Das Bild wird mit einem möglichst beschreibenden Dateinamen abgespeichert, z.B. „oberbaumbruecke.jpg“. Mehrere Wörter im Dateinamen werden durch Minuszeichen getrennt, z.B. „oberbaumbruecke-berlin.jpg“. Der Dateiname sollte keine Umlaute oder Sonderzeichen enthalten.

2. Urheberrecht, Copyright Symbol, Nutzungsrechte und Creative Commons Lizenzen

Jetzt ist also das Foto fertig um hochgeladen zu werden. Zeit, sich Gedanken zu machen, wie andere das Bild verwenden dürfen, welche Rechte am Bild geteilt werden sollen, und welche nicht. Später können diese Informationen in das Bild geschrieben werden.

 

Kleiner Ausflug ins deutsche Urheberrecht: Jede*r, der*die ein Foto macht, besitzt automatisch das Urheberrecht an dem Foto. Dieses Urheberrecht kann von niemanden weggenommen werden, gilt ohne weitere Worte ein Leben lang und noch einige Jahre über den Tod hinaus.

 

Copyright: Das englische Wort Copyright ist zwar die Übersetzung des deutschen Urheberrechts, allerdings sind die Gesetze von Land zu Land unterschiedlich. Z.B war oder ist die Markierung mit dem Copyright Symbol © wichtig für die Inanspruchnahme bestimmter Urheberrechte. Genaugenommen erfolgt die Markierung mit dem Copyright Symbol © gefolgt vom Jahr der Veröffentlichung und dem Namen.

Es ist jedenfalls kein Nachteil, die Urheberschaft am Foto klarzustellen, nicht nur wegen juristischer Fragen, sondern einfach als Information für andere. Ausserdem sind Bilder eine Weile im Web vorhanden, und das Urheberrecht ist Schwankungen unterworfen.

 

Nutzungsrechte: Was nun allerdings (von dem*der Urheber*in) übertragen werden kann, sind die Nutzungsrechte. Nutzungsrechte beinhalten z.B. das heruntergeladene Bild woanders im Netz zu posten; das Bild auszudrucken; das Motiv auf Tassen und T-Shirts zu drucken und diese zu verkaufen; oder das Motiv in einer Collage zu verwenden.

Werden die Nutzungsrechte nicht freigegeben, dürfen andere das eben nicht. Das kann dann so aussehen:

 

©2016 Pepita Samplie, all rights reserved.

 

Möglich sind unterschiedliche Schreibweisen. Die Phrase „all rights reserved“ könnte auch weggelassen werden. Meiner Meinung nach macht aber die Phrase allgemein deutlich, was gemeint ist.

Creative Commons Lizenzen

Kann das Bild geteilt werden, lassen sich Nutzungsrechte schnell und unkompliziert mit der Creative Commons Lizenz einräumen. Der Vorteil ist die Internationalität der Lizenz. Es gibt verschiedene Arten der Creative Commons Lizenz, je nachdem, ob eine kommerzielle Verwendung (auf T-Shirts drucken und verkaufen) erlaubt ist, ob die Bilder verändert werden dürfen, ob sie unter gleichen Bedingungen weitergegeben werden müssen, und ob eine Namensnennung vorgeschrieben ist, z.B.:

 

©2016 Pepita Samplie, license: CC BY-ND 4.0

 

oder in Langform:

 

©2016 Pepita Samplie. This work is licensed under a Creative Commons Attribution-No Derivatives 4.0 International License (CC BY-ND 4.0) https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/

 

Im Beispiel beinhaltet diese Lizenz die freie Nutzung, auch kommerziell, unter Namensnennung. Außerdem darf das Werk nicht verändert werden.

Es gibt sechs Creative Commons 4.0 Lizenzen, die sich aus verschiedenen Modulen zusammensetzen:

  1. Namensnennung (CC BY)
    Attribution

  2. Namensnennung-Weitergabe unter gleichen Bedingungen (CC BY-SA)
    Attribution-Share-alike

  3. Namensnennung-Nicht Kommerziell (CC BY-NC)
    Attribution-Non-commercial

  4. Namensnennung-Keine Bearbeitung (CC BY-ND)
    Attribution-No Derivative

  5. Namensnennung-Nicht Kommerziell-Weitergabe unter gleichen Bedingungen (CC BY-NC-SA)
    Attribution-Non-commercial-Share-alike

  6. Namensnennung-Nicht Kommerziell-Keine Bearbeitung (CC BY-NC-ND)
    Attribution-Non-commercial-No Derivative

 

Die Grenzen zwischen kommerziell und nicht kommerziell sind in der Praxis allerdings fließend, damit muss nicht direkt der Verkauf gemeint sein. Eine*r denke z.B. an den Blog einer*s Freelancer*in; an die Einbindung von Werbebannern im Blog; oder ein Blog, in dem über berufliche Tätigkeiten geschrieben wird.

Sollen die Bilder ganz frei genutzt werden können, also auch ohne Namensnennung, können mit der Markierung „Public Domain“ alle Rechte, soweit es geht, freigegeben werden.

Diese Lizenz und die Informationen über die Nutzungsrechte können auf der Website veröffentlicht werden. Eine andere Möglichkeit ist es, sie in die Metadaten der Bilder zu schreiben („eingebettete Metadaten“). Damit bleiben die Informationen bei den Bildern, auch wenn sie woanders gepostet werden. Es schützt zwar nicht vor Missbrauch, sollte aber im Normalfall anderen eine nützliche Information bieten.

3. Metadaten und ExifTool

Eingebettete Metadaten für die Verwendung im Internet

Eingebettete Metadaten sind ein Teil der Bilddatei. Sie sind vorstellbar wie zusätzliche Informationen, die auf die Rückseite eines Bildes geschrieben werden, und werden von vielen Bildbearbeitungs- / Bildverwaltungsprogrammen gelesen. Es gibt viele unterschiedliche Metadaten Tags. Während Metadaten für eine*n selbst ein nützliches Werkzeug der Bildverwaltung darstellen (Stichwörter, Bewertungen), können sie ebenso anderen Leuten später im Web folgende Fragen beantworten: 

- woher kommt das Bild?

- wer hat's gemacht?

- worum geht’s?

- kann ich es verwenden?

Wenn das Bild im Internet geteilt wird, können anhand der Metadaten die Informationen auch von denen gelesen werden, die das Bild vielleicht in ein paar Jahren irgendwo im Netz finden.

Die Oberbaumbrücke mit der S-Bahn Berlin
Die Oberbaumbrücke im Quadratformat. Exif- und XMP Tags sind in die Bilddatei geschrieben und können von verschiedenen Programmen ausgelesen werden.

Um es kompliziert zu machen, gibt es verschiedene Metadaten-Standards, wie Exif, ITPC, und XMP, mit zum Teil sich überlappenden Informationen. Deshalb ist es gut, sich klar zu machen, wozu die Metadaten dienen sollen.

ExifTool zum Editieren von Metadaten

Metadaten lassen sich mit vielen Bildprogrammen in die Fotos schreiben, wobei unterschiedliche Standards unterstützt werden. Das Programm ExifTool bietet umfangreiches Editieren der Metadaten. Es funktioniert auf der Kommandozeile. Da einige Angaben gleichbleibend sind (wer hat's gemacht, woher kommt's?), hat das den Vorteil, dass der Befehl einmal abspeichert werden kann, und dann mit einem einzigen Copy & Paste alle Metadaten in alle hochzuladenen Bilder gespeichert werden, ohne dass umständlich für einzelne Bilder einzelne Felder ausgefüllt werden müssen.

Außerdem hat das Tool den Vorteil, dass vor einigen Befehlen der Zusatz -mgw: gesetzt werden kann. Damit wird der Inhalt des Tags gleich in alle drei Standards (Exif, ITPC, und XMP) geschrieben, soweit das technisch möglich ist. MWG (-mwg:) dient dabei der Synchronisation der verschiedenen Standards.

Das Programm kann von der ExifTool Website heruntergeladen werden. Ubuntu, Linux Mint & Co können es mit

sudo apt-get install libimage-exiftool-perl perl-doc 

installieren.

Metadaten für die Veröffentlichung im Internet mit ExifTool editieren

 

Urheber*in

Der Befehl

exiftool -mwg:Creator="Pepita Samplie" -overwrite_original -ext jpg .

schreibt den*die Urheber*in in alle jpg-Dateien (-ext jpg=extension jpg) im aktuellen Verzeichnis (.), eine Sicherungskopie wird nicht erstellt (-overwrite_original). In diesem Fall werden zwei Tags geschrieben: einmal der Exif-Tag artist und einmal der XMP Dublin Core Tag creator.

Statt -ext jpg . kann für einzelne Fotos dateiname.jpg geschrieben werden, oder eine wildcard *.jpg für alle jpgs im aktuellen Verzeichnis gesetzt werden, z. B.

exiftool -mwg:Creator="Pepita Samplie" -overwrite_original dateiname.jpg

oder

exiftool -mwg:Creator="Pepita Samplie" -overwrite_original *.jpg
 

Datum der Veröffentlichung

exiftool -xmp:CreateDate="2016:08:31" -overwrite_original -ext jpg .

schreibt das Datum der Veröffentlichung im Web in die Metadaten der Bilder. Hier wird jetzt nur der XMP-Tag geschrieben. Statt -xmp: lässt sich auch -mwg: voransetzten, dann aber ist das Datumsformat vorgeschrieben: "YYYY:mm:dd HH:MM:SS"

XMP ist da flexibler, es lässt sich sowohl genauer (mit Sekundenbruchteilen und Zeitzone) als auch schlicht im Format "YYYY:mm:dd" oder "YYYY:mm" schreiben.

In diesem Beispiel wird nur das Jahr der Veröffentlichung geschrieben:

exiftool -xmp:CreateDate="2016" -overwrite_original -ext jpg .
 

Infos zu den Nutzungsrechten, Copyright und Lizenzen

exiftool -mwg:copyright="©2016 Pepita Samplie, all rights reserved" -overwrite_original -ext jpg .

oder

exiftool -mwg:copyright="©2016 Pepita Samplie, license: CC BY-ND 4.0" -overwrite_original -ext jpg .

Für die Creative Commons Lizenz wird noch ein weiterer XMP-Tag empfohlen, in Langform mit Link zu der Lizenz:

exiftool -xmp:usageterms="This work is licensed under a Creative Commons Attribution-No Derivatives 4.0 International License (CC BY-ND 4.0) https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/" -overwrite_original -ext jpg .

Von Creative Commons Initiative wird empfohlen, dass in -mwg:copyright dasselbe steht wie in -xmp:usageterms. Da aber allein -mwg:copyright zweimal dasselbe schreibt (Exif-Tag und XMP-Tag), gibt das im Ergebnis ein Bild, das vielleicht nur 40 kB groß ist, aber dreimal den Link zur Lizenz enthält. Das ist wohl etwas unverhältnismäßig. Es gibt auch spezielle Metatags für Creative Commons, für die gilt dasselbe: für Normaluser unnötig kompliziert.

 

Woher kommt's – die Domain

Für die Domain oder Website, unter der das Bild zu finden ist, existiert kein spezieller Tag. Die Domain / Website kann mit dem Tag publisher angegeben werden.

exiftool -xmp:publisher="http://www.domain.tld"
 

URL, Beschreibung und Keywords – veränderliche Metadaten

Gegebenenfalls können die URL, auf der das Bild zu sehen ist, Keywords und Beschreibung hinzugefügt werden. Das gibt allerdings mehr Arbeit, da diese Daten für einzelne Bilder neu editiert werden müssen. Und für Suchmaschinen spielen die in Bilder eingebetteten Metadaten keine Rolle, diese lesen eher die Metadaten der Website oder der URL.

Trotzdem der Vollständigkeit halber:

 

URL

exiftool -xmp:source="https://www.pepita-samplie.tld/der-Pfad-zur-Webseite-auf-der-sich-das-Bild-befindet" -overwrite_original -ext jpg .
 

Beschreibung

exiftool -mwg:Description="Die Berliner Sehenswürdigkeit Oberbaumbrücke am Abend" -overwrite_original -ext jpg .
 

Keywords

exiftool -sep ", " -mwg:keywords="Oberbaumbrücke, Berlin, Sehenswürdigkeit" -overwrite_original -ext jpg .

Das -sep ", " gibt an, dass die Keywords durch Komma und Leerstelle getrennt werden.

 

Informationen über Urheber*in, Nutzungsrechte und Herkunft

Die Befehle lassen sich auch elegant zusammenfassen – in diesem Beispiel nur die, die sich nicht so schnell verändern:

exiftool \
-mwg:Creator="Pepita Samplie" \
-xmp:CreateDate="2016" \
-xmp:publisher="https://www.pepita-samplie.tld" \
-mwg:copyright="©2016 Pepita Samplie, license: CC BY-ND 4.0" \
-xmp:usageterms="This work is licensed under a Creative Commons Attribution-No Derivatives 4.0 International License (CC BY-ND 4.0) https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/" \
-overwrite_original \
-ext jpg .

Eventuell funktionieren die Zeilenumbrüche unter Windows nicht. Dann die einzelnen Befehle einfach durch ein Leerzeichen getrennt hintereinander hängen, ohne ein Enter zwischendurch. Das funktioniert auf allen drei Plattformen.

Mit

exiftool -ext jpg .

werden die Metadaten der Bilder aufgelistet, und das Ergebnis kann überprüft werden.

Hier ist eine Liste mit allen mwg-unterstützen Tags. Für die ExifToolbefehle gibt es auch eine Seite mit allgemeinen Beispielen. Wer es nicht so datensparsam mag, wird auch auf der ExifTool-Seite fündig. Allein die Liste möglicher XMP-Tags ist ziemlich lang.

Zwar können die Metadaten der eigenen Bilder von anderen überschrieben werden, aber bei normalem Posten im Internet sollte sich Ursprung, Rechteinhaber, Lizenz etc. immer anzeigen lassen. Vorsicht allerdings bei sozialen Netzwerken, diese überschreiben gern Metadaten oder löschen sie vor dem Download, wie ein Test zeigt.

Anfangs ist es etwas nervig und zeitraubend, sich mit Metatags auseinander zu setzen. Wenn aber einmal klar ist, was passieren soll, geht der Aufwand (fast) gegen Null. Nachdem ich die Bilder mit Save for Web abgespeichert habe, öffne ich den Dateimanager mit der integrierten Shell und kopiere den Befehl einmal hinein, das war's dann auch schon.

4. Webseiten-Tags und Robots

Alt-Tag und Title-Tag

Nach dem Hochladen auf die Website bieten die meisten CMS wie Wordpress oder Drupal noch Title- und Alt-Tag zum ausfüllen an.

Diese Tags (genauer: Attribute von HTML Tags) gehören zur Website, sie werden also nicht wie obige Tags in die Bilddateien hineingeschrieben, sondern stehen neben den Bildern im Quellcode der Webseite.

Vor allem der Alt-Tag ist empfehlenswert. Er wird angezeigt, wenn das Bild nicht geladen werden kann, Screenreaders lesen ihn Blinden vor, und Suchmaschinen-Robots lesen ihn auch. Der Title-Tag ist optional.


Das veröffentlichte Foto:

 

Berliner Sehenswürdigkeit Oberbaumbrücke am Abend
Die Oberbaumbrücke im Format 3:2. Herkunft und Lizenzen lassen sich anhand der Meta-Tags lesen, und Google findet mit Dateiname und Alt-Tag auch noch etwas zu futtern.

 

So könnten die Tags von Bildprogrammen und Robots gelesen werden:

 

Dateiname: oberbaumbruecke.jpg

Alttag: Die Berliner Sehenswürdigkeit Oberbaumbrücke am Abend

Titeltag: Oberbaumbrücke

 

Metatags:

Creator: Pepita Samplie

CreateDate: 2016

Publisher: https://www.pepita-samplie.tld

Copyright: ©2016 Pepita Samplie, license: CC BY-ND 4.0

Usage terms: This work is licensed under a Creative Commons Attribution-No Derivatives 4.0 International License (CC BY-ND 4.0) https://creativecommons.org/licenses/by-nd/4.0/

 

Gegebenenfalls:

Subject (Keywords): Oberbaumbruecke, Berlin, Sehenswürdigkeit

Robots

Da Robots traditionellerweise keine Bilder erkennen können, wird der Inhalt eines Bildes anhand von Text klassifiziert: der Dateiname, der Alt-Tag, Bildunterschrift, der das Bild umgebende Text etc. Die eingebetteten Metadaten sind für Suchmaschinen eher uninteressant. Vielleicht werden sie herangezogen, wenn keine anderen Informationen zur Verfügung stehen.

Als Test einfach mal das Bild komplett in schwarz vorstellen und dann die Frage beantworten, was auf dem Bild zu sehen ist - als Hilfsmittel stehen der Name des Bildes, Bildunterschrift und Alt-Tag, der Blogartikel und die Metadaten zur Verfügung (und den Rest der Website kennen wir auch:)). ---

 

Suchergebnisse: Was das (Bilder-) Ranking anbelangt, so denke ich nicht, dass das Bild mitsamt den Tags an sich entscheidend ist. Ob dem Bild bestimmte Stichwörter inhaltlich zugeordnet werden können, ist natürlich die Voraussetzung um überhaupt in Suchergebnissen zu erscheinen.

Wichtig für diese Zuordnung sind der Dateiname, der Alt-Tag, die Bildunterschrift, und der Artikel mitsamt den Überschriften, der das Bild umgibt. Ebenso, ob die Kombination einen Sinn ergibt. Für das Ranking in der Bildersuche ist meiner Meinung nach das Ranking des Artikels entscheidend.


Hinweis zur Unterscheidung von Metadaten: So wie es Metadaten Tags für Bilder gibt, gibt es sie auch für komplette Websiten. Diese stehen im Seitenquelltext ganz oben im „head“, und folgen ähnlichen Schemata. Sie werden entweder direkt in HTML geschrieben, oder im CMS mit Hilfe eines Plugins oder Moduls editiert. Diese Metadaten Tags werden auch gern von Suchmaschinen gelesen. Wird ein Bild von einer Website heruntergeladen, werden diese Tags nicht mitheruntergeladen, sondern verbleiben auf der Website.

 

Hinweis zur Einbindung von Creative Commons Inhalten: Wenn fremde Inhalte mit einer Creative Commons Lizenz in die eigene Website eingebunden werden sollen, dann muss auf die korrekte Namensnennung geachtet werden. Was zu einer vorgeschriebenen Namensnennung gehört (Spezielle Verlinkungen auf Werk, Urheber*in und Lizenz; Nennung von Name und Titel), ändert sich von Version zu Version und kann auf der Creative Commons Site nachgelesen werden. Erfolgt die Namensnennung nicht korrekt, ist das ein Verstoß gegen das Urheberrecht.

 

Hinweis Urheber- und Nutzungsrecht: Dieser Artikel ersetzt keine Rechtsberatung. Das Urheberrecht ist im Detail sehr komplex, und unterscheidet sich wesentlich von Land zu Land, ebenso im Einzelfall.

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